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Resteessen – Zu gut für die Tonne!

Am Strom 1
27568
 
Bremerhaven
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Fax: +49 471 30990100

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Weniger Abfälle – mehr Wertschätzung!

Nachhaltigkeit ist nichts, das einmal erledigt und dann abgehakt ist – es ein Prozess, den man in Gang setzt und der fortan ein Hotel, eine Stadt oder eine ganze Region begleitet. Mit der Ausrichtung Green Sail verankern wir im ATLANTIC Hotel Sail City unseren Anspruch auf ganzheitlich umweltorientiertes Handeln fest in der Firmenphilosophie. Vom Azubi über den Koch bis hin zum Servicepersonal und der Direktion: unsere Nachhaltigkeitsstrategie Green Sail wird in der täglichen Arbeit vom gesamten Team gelebt, motiviert umgesetzt und stetig weiterentwickelt. Ob Ressourcen- und Energieeffizienz, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, familienfreundliche Personalpolitik oder unser CO2-Fußabdruck: in allen Themen- und Prozessfeldern belegen messbare, positive Umweltwirkungen den deutlichen Nutzen. Unser zukunftsorientiertes Wirtschaften führen wir konsequent im Veranstaltungsbereich fort: auch hier stellen wir den Aspekt der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt und ermöglichen unseren...
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Nachhaltigkeit ist nichts, das einmal erledigt und dann abgehakt ist – es ein Prozess, den man in Gang setzt und der fortan ein Hotel, eine Stadt oder eine ganze Region begleitet. Mit der Ausrichtung Green Sail verankern wir im ATLANTIC Hotel Sail City unseren Anspruch auf ganzheitlich umweltorientiertes Handeln fest in der Firmenphilosophie. Vom Azubi über den Koch bis hin zum Servicepersonal und der Direktion: unsere Nachhaltigkeitsstrategie Green Sail wird in der täglichen Arbeit vom gesamten Team gelebt, motiviert umgesetzt und stetig weiterentwickelt. Ob Ressourcen- und Energieeffizienz, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, familienfreundliche Personalpolitik oder unser CO2-Fußabdruck: in allen Themen- und Prozessfeldern belegen messbare, positive Umweltwirkungen den deutlichen Nutzen. Unser zukunftsorientiertes Wirtschaften führen wir konsequent im Veranstaltungsbereich fort: auch hier stellen wir den Aspekt der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt und ermöglichen unseren Gästen damit eine umweltbewusste und ressourcenschonende Durchführung von Veranstaltungen, die den CO2-Fußabdruck von Events so gering wie möglich halten.

Der respektvolle Umgang mit Mensch und Umwelt prägt unser unternehmerisches Denken und Handeln seit vielen Jahren. Für uns ist es mindestens genauso wichtig, unseren Gästen fair gehandelten Kaffee anzubieten wie auch fair miteinander umzugehen. Unsere \"Human Resources\" behandeln wir mit Achtsamkeit. So, wie es auch unsere regionalen Lieferanten für Gemüse, Obst, Milchprodukte, Fleisch oder Honig mit ihrer Lebensgrundlage - der Natur - durch Anbau- oder Aufzuchtmethoden tun. Dabei tragen wir gleichermaßen Verantwortung für unser direktes Umfeld wie für die andere Seite der Welt. Denn von dort beziehen wir Kaffee, Kakao, Tee, Baumwolle und viele andere Alltagsprodukte.

Derzeit integrieren wir die 17 ambitionierten UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auf der ganzen Welt – kurz SDGs: Sustainable Development Goals – in unsere Nachhaltigkeitsstrategie Green Sail. In diesem Rahmen nehmen wir auch unsere Vorbildfunktion als 4-Sterne-Hotel ernst: mit unseren nachhaltigen Mitmach- oder Aufklärungsprojekten gehen wir jetzt verstärkt in den Dialog über die SDGs, um die UN-Ziele ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Eines dieser Projekte ist unser „Resteessen – zu gut für die Tonne!“.

Projektbeschreibung

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Projektbeschreibung inkl. Zielsetzung
Mit unserem Projekt „Resteessen – Zu gut für die Tonne!“ wollen wir einen aktiven Beitrag dazu leisten, auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. Das „Resteessen“ klärt auf und soll dazu führen, dass Partner, Lieferanten und Gäste sowie die Öffentlichkeit sich intensiver mit der Vermeidung von Lebensmittelabfällen beschäftigen. Neben einem verlockenden Vier-Gänge-Menü servieren wir unseren Gästen informative und unterhaltsame Vorträge rund um die Verschwendung und Wertschätzung von Lebensmitteln. Bei jedem Gang machen wir auf charmante Weise deutlich, wo und wie sich Lebensmittelverschwendung vermeiden lässt. Der „unverschämte Teller“ ist dabei eines unserer hilfreichen Sinnbilder: Prall gefüllt, stellvertretend für maßlose Gier, die bekanntlich an so manchem Buffet zu beobachten ist. Für das weitere Rahmenprogramm greifen wir auf umfangreiche Erkenntnisse aus unserem über Jahre erworbenen Wissen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung zurück:

Unser Küchenchef Dominik Flettner engagiert sich leidenschaftlich gegen Lebensmittelverschwendung und unterstützt aktiv die Initiative United Against Waste e.V. – kurz: UAW. Gemeinsam mit seinem Küchenteam und UAW hat er Lösungen und Maßnahmen zur Abfallvermeidung entwickelt, die beim „Resteessen“ natürlich ins Rahmenprogramm einfließen. So werden beispielsweise für ein Messverfahren Abfälle aus Tellerrücklauf, Produktionsabfall, Überproduktion und Mindesthaltbarkeit (MHD) in vier verschiedenen durchsichtigen Behältern gesammelt. Einerseits fördern wir damit das Team-Bewusstsein für Abfallvermeidung, andererseits erhalten wir messbare Werte als Basis für Verbesserungsmaßnahmen:

Sind die Portionen zu groß, ist der Behälter „Tellerrücklauf“ am Abend voll. Der Behälter „Produktionsabfall“ zeigt die Abfallmengen der zubereiteten Speisen an. Die durchsichtigen Behälter lassen sofort erkennen, was weggeworfen wird. Vieles darin ist noch verwertbar. Wir kochen zum Beispiel aus unseren Gemüseabschnitten und Schalen einen schmackhaften Gemüsefond. Gewissenhafte Kalkulation und Kontrolle der vorbereiteten Produkte sind der erste Schritt zur Vermeidung von Überproduktion. Für Hotels liegt die größte Herausforderung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Überproduktion beim Frühstücksbuffet. Ist der „MHD-Behälter“ voll, stimmt etwas nicht mit der Lagerhaltung und/oder dem Bestellwesen. Das MHD-Datum der Waren wird in unserer Küche jeden 2. Tag kontrolliert. Alle Behälter werden täglich gewogen und die Ergebnisse in eine Liste eingetragen. Seinen Erfolg kann man schon nach wenigen Wochen sehen. Für unser Team ist das eine erfreuliche Bestätigung und Motivation zugleich.

Auch für das „Resteessen“ setzt das Hotel auf Information und Sensibilisierung. Neben beeindruckenden und zugleich aufschlussreichen Erkenntnissen im sorgsamen Umgang mit kostbaren Lebensmitteln, nehmen die Gäste hilfreiche Tipps mit Nachhause, die sie in ihren Alltag integrieren können.

Innovationsgrad

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Innovationsgrad & Originalität
Eine edel eingedeckte Tafel und schmackhafte 4-Gänge-Menüs aus erlesenen Zutaten gehören für ein 4-Sterne-Hotel zur Tagesordnung. Was hat es jedoch auf sich, wenn unförmige Gurken den Tisch zieren und halbvolle Teller serviert werden? Es ist Teil der Veranstaltungsreihe „Resteessen – Zu gut für die Tonne!“, zu dem das ATLANTIC Hotel Sail City seine Partner, Lieferanten, Dienstleister und Gäste aus Politik und Verwaltung einlädt. Denn Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn alle mitmachen! Es erfordert natürlich Mut, Entscheidungsfreudigkeit und Entschlossenheit, z.B. Veranstaltungsformate wie das „Resteessen“ zu entwickeln und damit als 4-Sterne-Hotel gezielt an die Öffentlichkeit zu gehen. Aber das überaus positive Feedback der Gäste bestätigt uns, diesen Weg entschlossen weiterzugehen. Zudem motivieren wir zum Nachahmen, denn die Erkenntnisse zum Thema Lebensmittelverschwendung lassen sich in den privaten Bereich ebenso wie in alle anderen gastronomischen Einrichtungen übertragen.

Realisierbarkeit

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Realisierbarkeit & Übertragbarkeit
Das Thema Lebensmittelverschwendung geht alle an. Auch in Bremerhaven landen viel zu viele hochwertige Lebensmittel auf dem Müll. Woran liegt das? Dieser Frage geht das ATLANTIC Hotel Sail City seit längerem intensiv nach und kommt zu dem Ergebnis: Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Lebensmittelabfälle drastisch senken und jede Menge Geld sparen, wenn das Wissen dafür vorhanden ist. Daher haben wir Ende 2016 das Projekt „Resteessen – Zu gut für die Tonne“ entwickelt und verfolgen damit den Anspruch, unser über Jahre erworbenes Wissen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in alle dafür zugänglichen gesellschaftlichen Bereiche zu transportieren. Sei es über das Eventformat im eigenen Haus, als aufschlussreiches Thema in verschiedenen Vortragsveranstaltungen, zu denen wir regelmäßig eingeladen werden oder über unsere Gäste, die ihre Erkenntnisse in ihr Umfeld übertragen.

Relevanz

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Sinnhaftigkeit & Relevanz
Einsparpotenziale durch Reduktion von Lebensmittelabfall und ein respektvoller Umgang mit kostbaren Nahrungsmitteln stehen im ATLANTIC Hotel Sail City im Fokus. Aber welche Maßnahmen sind überhaupt sinnvoll und im Arbeitsalltag realisierbar? „Resteessen – Zu gut für die Tonne!“ liefert Antworten aus der eigenen Praxis: es müssen z. B. Einkauf oder Lagerhaltung überprüft und Menüs so geplant werden, dass möglichst alles verwertet und aufgegessen wird. Das Überangebot auf Frühstücks- und Veranstaltungsbüffets wird konsequent vermieden, es wird frisch nachproduziert. Sogar die Brötchen fallen kleiner aus um der Gier des Einzelnen entgegenzuwirken. Durch messbare Erfolge leistet das ATLANTIC Hotel Sail City seinen Beitrag zum Ziel der Vereinten Nationen, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung um 50% zu reduzieren. Über das „Resteessen“ erreichen wir immer wieder neue Personenkreise, die unser Wissen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung mitnehmen und in Welt hinaustragen.

Kosten

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Kosten & Nutzen
Das Projekt „Restessen – Zu gut für die Tonne!“ ist kostenneutral. Zudem erfüllen wir mit dem Resteessen einen Bildungsauftrag, der nach innen und außen wirkt. Wir schöpfen aus eigenen Personalressourcen und verarbeiten Rohstoffe aus der Überproduktion. Weitere Kosten fallen nicht an, da wir keine zusätzlichen Prozesse anstoßen. Unser Küchenchef kalkuliert, plant und kann letztlich nur sparen – insbesondere Abfall, denn der ist teuer. Wir senken somit den Aufwand für zu viel eingekaufte Rohstoffe und reduzieren gleichermaßen unsere Abfallkosten. Zudem haben wir in 2018 zwei Resteessen verkauft, weitere Anfragen liegen vor. Mit eigenen Mitteln und ganz wenigen Marketingkosten haben wir einen ROI (Return on Investment) geschaffen und durch Folgeaufträge einen positiven Rücklauf erhalten. Zu guter Letzt steigt im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit die Nachfrage und zeigt, dass das Thema Lebensmittelverschwendung den Nerv der Menschen trifft – Fachinformationen und Tipps sind gefragt.

Evaluation

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Evaluation & Dokumentation
Über das ganze Jahr erfasst unser Küchenteam täglich und grammgenau alle Abfallmengen. Aus den Messergebnissen resultiert eine Kennzahl, die den Lebensmittelabfall pro Gast bewertet. Aktuell hat sich der Lebensmittelabfall pro Gast auf 70 g - 81 g eingependelt. Auch bei unserem Resteessen messen wir den Lebensmittelabfall pro Gast und die Sensibilisierung zum Thema Lebensmittelverschwendung zeigt eine deutliche Wirkung: im Vergleich zu den „regulären“ Abfallmengen, bleibt am Ende des Resteessens so gut wie nichts über. Genau dort wollen wir auch im Tagesgeschäft hin. 40 Personen haben am letzten Resteessen teilgenommen. Aus diesem Event konnten zwei weitere Resteessen an Unternehmen aus der freien Wirtschaft generiert/verkauft werden. Über unsere Gäste tragen wir das Thema Lebensmittelverschwendung nach Außen. Insbesondere durch die große Medienresonanz print und online haben wir eine breite Öffentlichkeit erreicht, die wir mit weiteren Veranstaltungen weiter Ausbauen wollen.

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Green Award 2019, Nachhaltige(s) Veranstaltungs-Centrum / Location / Hotel (mit Tagungskapazitäten)