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Green Event Eurovision Song Contest 2015 Vienna

Würzburggasse 30
1136
 
Wien
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Österreichischer Rundfunk, ORF

Der ORF ist in Erfüllung seines öffentlich-rechtlichen Auftrags mit seinem umfangreichen Programmangebot in Radio, Fernsehen und Online österreichischer Markt- und Qualitätsführer und einer der erfolgreichsten öffentlich-rechtlichen Programmanbieter in Europa. Als unabhängiges öffentlich-rechtliches Medienunternehmen ist der ORF nicht gewinnorientiert und bilanziert ausgeglichen.

Das ORF-Fernsehen – österreichischer Marktführer

Die ORF-TV-Sendergruppe mit den beiden Vollprogrammen ORFeins und ORF2 und den beiden Spartenkanälen ORF III – Kultur und Information und ORF Sport + ist mit einem Marktanteil von 35,3 % und einer Tagesreichweite von 3,577 Millionen Zuseherinnen und Zusehern (2015) eindeutiger österreichischer Marktführer. Die Beteiligung am deutschsprachigen Kultursender 3sat und die Kooperation mit Arte runden das ORF-TV-Angebot ab.

Die ORF-Radios – Österreichs meistgehörte Sendergruppe

Mit dem Kultur- und Informationsradio Ö1, Hitradio...
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Österreichischer Rundfunk, ORF

Der ORF ist in Erfüllung seines öffentlich-rechtlichen Auftrags mit seinem umfangreichen Programmangebot in Radio, Fernsehen und Online österreichischer Markt- und Qualitätsführer und einer der erfolgreichsten öffentlich-rechtlichen Programmanbieter in Europa. Als unabhängiges öffentlich-rechtliches Medienunternehmen ist der ORF nicht gewinnorientiert und bilanziert ausgeglichen.

Das ORF-Fernsehen – österreichischer Marktführer

Die ORF-TV-Sendergruppe mit den beiden Vollprogrammen ORFeins und ORF2 und den beiden Spartenkanälen ORF III – Kultur und Information und ORF Sport + ist mit einem Marktanteil von 35,3 % und einer Tagesreichweite von 3,577 Millionen Zuseherinnen und Zusehern (2015) eindeutiger österreichischer Marktführer. Die Beteiligung am deutschsprachigen Kultursender 3sat und die Kooperation mit Arte runden das ORF-TV-Angebot ab.

Die ORF-Radios – Österreichs meistgehörte Sendergruppe

Mit dem Kultur- und Informationsradio Ö1, Hitradio Ö3 und dem alternativen Kultursender FM4 sowie seinen Regionalradios betreibt der ORF insgesamt 12 Radioprogramme, die mit einem Marktanteil von 72% und einer Tagesreichweite 64% Österreichs meistgehörte Sendergruppe und eindeutiger heimischer Marktführer sind. Das ORF-Radiosymphonieorchester RSO ist einer der renommiertesten Orchester Europas.

Erfolgreiches ORF.at-Network

Auch Online ist das ORF.at-Network mit rd. 66 Millionen Visits im Monat und der TVthek mit ihrem umfangreichen Video-on-Demand-Angebot Österreichs meistgenutztes Medienangebot.

Das Medienunternehmen ORF

Der öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF ist im ORF-Gesetz niedergelegt. Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen ist der ORF nicht gewinnorientiert. Seinen umfangreichen gesetzlichen Auftrag finanziert der ORF aus dem Programmentgelt und Werbung. Seine Einnahmen werden zur Gänze in Programm- und Serviceleistungen für das ORF-Publikum investiert. Von den unter dem Titel Rundfunkgebühren eingehobenen Mitteln erhält der ORF rund 66%, der Rest geht an Bund und Länder.

Der ORF beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an elf Standorten in ganz Österreich und 16 in aller Welt.

Die Organe des ORF sind der Stiftungsrat, der Generaldirektor und der Publikumsrat. Die Rechtsaufsicht obliegt der Regulierungsbehörde KommAustria.

Projektbeschreibung

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Projektbeschreibung inkl. Zielsetzung
Nach dem Sieg Österreichs beim ESC 2014, ging der größte TV-Unterhaltungsevent der Welt zum zweiten Mal in der 60jährigen ESC-Geschichte in Österreich über die Bühne. Der ORF war dabei sowohl Host-Broadcaster als auch Veranstalter. Organisiert wurden sowohl die TV-Shows (2x Semifinale, Finale) als auch zahlreiche Side Events (Vom Euroclub bis zum Eurovision Village, vom Pressezentrum und 800 Volunteers bis zum Verkehrskonzept und dem Tourismusangebot für die Akkreditierten bis zum Sicherheitskonzept). Insgesamt nahmen 40 Länder am ESC2015 teil, rund 1.600 Medienvertreter aus der ganzen Welt kamen nach Wien. Hauptlocations waren die Wiener Stadthalle (Showhalle, Pressezentrum, Delegation-Area), die Ottakringer Brauerei (Euroclub) und der Rathausplatz (Eurovision Village). Gemeinsam mit Stadt Wien und Wien Tourismus wurden zahlreiche Zusatzleistungen für Akkreditierte bereitgestellt. Erstmals wurde der Song Contest durchgängig als Green Event durchgeführt.
Der Erfolg von Groß-Events wird in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr auch daran bewertet, ob sie neben einer perfekten Organisation auch sozial verträglich und umweltfreundlich organisiert und durchgeführt werden bzw. positive Auswirkungen auf die Region und das Veranstalter-Land haben.
Der ORF hat sich daher zum Ziel gesetzt, den Eurovision Song Contest 2015 erstmals in der Geschichte nach Umweltstandards zu gestalten und nach Umweltzeichen zu zertifizieren. Damit wollte der ORF international neue Maßstäbe auf diesem Gebiet setzen.
Die Teilnehmer sollten ein qualitätsvolles, liebevoll durchgeplantes Event erleben, bei dem sie sich zu jedem Zeitpunkt gut betreut fühlten. Der “greening” Aspekt sollte dabei spürbar sein, und als modern, life-style, qualitätsvoll erlebt werden. Im Gedächtnis bleiben sollte ein verantwortungsvoller Umgang miteinander und mit der Umwelt, der Spaß macht und neue Perspektiven öffnet.
Bereits zu Beginn der Planungen wurde ein Leitbild mit folgenden Zielsetzungen formuliert (Auszug):
- Der ESC 2015 ist ein weltoffenes Fest der Toleranz, der Akzeptanz und der Vielfalt
- Der ESC 2015 ist absolut barrierefrei und wird diesbezüglich neue Wege gehen
- Der ESC 2015 ist ein international zertifizierter Green Event, bei dem die Nachhaltigkeit als Public Value Handlungsprinzip ist
- Der ESC 2015 ist nicht gigantomanisch oder verschwenderisch
Auf Basis des Leitbilds wurde mit der Erstellung eines Green-Event-Konzepts für den ESC begonnen. Dieses bezog alle offiziellen Veranstaltungen zum ESC 2015 in der Wiener Stadthalle (inkl. Delegierten-, Presse- und Crewbereich), das Eurovision Village am Wiener Rathausplatz und den EuroClub in der Ottakringer Brauerei mit ein.
Dabei wurden folgende Green-Event-Leitthemen für den ESC 2015 definiert:
- Klimaschutz und schonender Umgang mit Ressourcen
- Regionale und nachhaltige Produkte
- Barrierefreiheit und Inklusion
- Kommunikation und Vorbildwirkung für künftige Events

Innovationsgrad

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Innovationsgrad & Originalität
Im Rahmen des Green Events wurde eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen umgesetzt zu den Leitthemen Klimaschutz und Ressourcenschonung, regionale und nachhaltige Produkte, Barrierefreiheit und Inklusion sowie zu Kommunikation im Sinn einer Vorbildwirkung für künftige Events. Der Song Contest wurde sowohl nach Österreichischem Umweltzeichen als auch nach ÖkoEvent-Kriterien der Stadt Wien zertifiziert.
Der ESC wurde somit zum ersten mal in seiner 60 Jährigen Geschichte als zertifizierter Green Event durchgeführt.

Realisierbarkeit

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Realisierbarkeit & Übertragbarkeit
Kurz nach der Austragung des Eurovision Song Contests Ende Mai 2015 nahm ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz im Namen des ORF den neuen „Green Events Austria Sonderpreis“ für die Ausrichtung des „Eurovision Song Contest“ als Green Event entgegen.
Die frühzeitige Planung und umfassende Integration des Green-Event-Konzeptes in das Projekt „Eurovision Song Contest 2015“ ermöglichten die Umsetzung von umwelt- und ressourcenschonenden Maßnahmen in vielen Teilbereichen und Veranstaltungsorten dieses einmaligen Show-Events. Die erfolgreiche Realisierung gelang durch das aktive Engagement der beteiligten Personen, Unternehmen und Organisationen.
Die umgesetzten Aktivitäten sollen auch für die Austragung von kommenden Eurovision Song Contests beispielgebend sein und durch die vorliegende Dokumentation zum Nachmachen anregen! Die Erfüllung der Anforderungen des Österreichischen Umweltzeichens sowie der ÖkoEvent-Kriterien sind ebenfalls Motivation für zukünftige Großveranstaltungen in
Österreich, die Schonung von Umwelt und Ressourcen in die Planung und Umsetzung zu integrieren und so Green Events zum Standard werden zu lassen.

Relevanz

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Sinnhaftigkeit & Relevanz
In Summe wurden beim ESC in der Wiener Stadthalle knapp 862 MWh an elektrischer Energie verbraucht. Dies ist deutlich weniger, als für einen Event dieser Größenordnung zu erwarten war. Die Einsparungen konnten quer durch alle Bereiche lukriert werden. Obwohl insgesamt 3.500 Tonnen Material eingesetzt wurden, landeten nur 26 Tonnen davon im Restmüll, knapp 96 Tonnen Wertstoffe wurden getrennt gesammelt und einem Recycling zugeführt. Aufgrund der getrennten Sammlung und Verwertung von Altstoffen und Abfällen wurden 203 Tonnen CO2-Äquivalente an Emissionen eingespart. Dies entspricht etwa 1.400.000 PKW-Kilometern. Auch das Catering war vom Green-Event-Gedanken geprägt. Die Gäste des Akkreditierten- Bereichs wurden überwiegend mit regionalen und biologischen Spezialitäten verwöhnt, es konnte hier ein Bio-Anteil von mehr als 40 % erreicht werden. Alle Getränke wurden in Mehrwegbechern angeboten. Allein das im Bereich der Akkreditierten ausgeschenkte Wiener Wasser sparte den Einsatz von mindestens 30.000 Einweg-Wasserflaschen.Beide Halbfinale und das Finale des ESC wurden zur Gänze untertitelt, wobei die jeweiligen Songs in der jeweiligen Originalsprache (zum Großteil auf Englisch) mit Untertiteln ausgestrahlt wurden. Für die beiden Semifinal-Shows wurde „Eurovision Sign“ via Live- Stream in internationaler Gebärdensprache übertragen; bei der Finalshow war die „Eurovision Sign“-Version zudem auf ORF 2 Europe zu sehen.

Kosten

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Kosten & Nutzen
Durch die bereits beschriebenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen konnten in vielen Bereichen Einsparungsmaßnahmen erzielt werden.
Etwaige Mehrausgaben für Bio-Catering, nachhaltige Produktion, etc. konnten durch Sponsoring-Einnahmen kompensiert werden, da der ESC als Green Event für Sponsoren von hoher Attraktivität war.
Die Umsetzung des ESC in Wien wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Speziell die Ausführung als Green Event fand internationale Anerkennung.
Für den ORF als Veranstalter stellte die Umsetzung des ESC als Green Event einen wichtigen Beitrag im Bereich Public Value bzw. im Rahmen des öffentlich rechtlichen Auftrages dar.

Evaluation

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Evaluation & Dokumentation
Der Green Event ESC 2015 wurde umfassend kommuniziert, evaluiert und dokumentiert. Nach Abschluss des Events wurde ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht erstellt und publiziert, der auch nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) ausgerichtet war. Darin finden sich alle Aktivitäten zusammengefasst.
www.bmlfuw.gv.at/umwelt/nachhaltigkeit/green-events/contest_als_green_event.html


Bei den Shows wurden von einem Volunteers-Team insgesamt 467 Personen zum Green Event aus 45 Ländern befragt, ca. die Hälfte stammte aus Österreich. Generell war das Feedback zum Song Contest und zur Green-Event- und ÖkoEvent-Umsetzung sehr positiv, 97 Prozent betrachteten den Green Event und ÖkoEvent als eine hervorragende Idee und 90 % Prozent meinten, dass sich die Green-Event-Maßnahmen positiv auf die Qualität der Veranstaltung auswirken. Dabei sind vor allem das Abfalltrenn- und -sammelsystem (83 %), die Mehrwegbecher (81 %) und die Eintrittskarten, die zugleich Gratis-Öffi-Tickets darstellten (80 %), aufgefallen.
Eine vom ORF beim Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral beauftragte Begleitumfrage (n = 1000) bestätigt dieses Ergebnis, 83 Prozent fanden die Ausrichtung als Green Event gut bis sehr gut. Beim Thema „Barrierefreiheit“ lag dieser Wert sogar bei 94 Prozent.

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Green Award, Nachhaltige Veranstaltung