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Festspielhaus Bregenz

Platz der Wiener Symphoniker 1
6900
 
Bregenz
Kontakt:
Fon: +43 5574 4130

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3 Säulen der Nachhaltigkeit im Festspielhaus Bregenz

Jährlich besuchen ca. 380.000 Menschen die Veranstaltungen im Festspielhaus Bregenz. 75% der Besucher sind Gäste kultureller Veranstaltungen sowie shows, 15% sind Teilnehmerinnen an Tagungen, Kongressen und Events. Die verbleibenden 10% teilen sich auf gesellschaftliche Veranstaltungen und Messen auf.
Das Festspielhaus beschäftigt derzeit 110 fixe MitarbeiterInnen, der Betrieb wächst während des Opernfestivals "Bregenzer Festspiele" auf über 1.000 MitarbeiterInnen an.
Im Jahre 1979 errichtet, durfte sich das Haus in den Jahren 2005 und 2006 einer Generalsanierung sowie einer Erweiterung unterziehen. Insgesamt wurden EUR 38,5 Mio in diese Art der Standortsicherung investiert.

Unter Berücksichtigung der infrastrukturellen Verbesserung wurden strategische Maßnahmen definiert, welche eine Weiterentwicklung des Kultur – aber auch Geschäftstourismus am Standort Bregenz gewährleisten sollen.

Nachhaltiges Denken und Handeln wurde dabei als eine der strategischen Säulen der Zukunft...
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Jährlich besuchen ca. 380.000 Menschen die Veranstaltungen im Festspielhaus Bregenz. 75% der Besucher sind Gäste kultureller Veranstaltungen sowie shows, 15% sind Teilnehmerinnen an Tagungen, Kongressen und Events. Die verbleibenden 10% teilen sich auf gesellschaftliche Veranstaltungen und Messen auf.
Das Festspielhaus beschäftigt derzeit 110 fixe MitarbeiterInnen, der Betrieb wächst während des Opernfestivals "Bregenzer Festspiele" auf über 1.000 MitarbeiterInnen an.
Im Jahre 1979 errichtet, durfte sich das Haus in den Jahren 2005 und 2006 einer Generalsanierung sowie einer Erweiterung unterziehen. Insgesamt wurden EUR 38,5 Mio in diese Art der Standortsicherung investiert.

Unter Berücksichtigung der infrastrukturellen Verbesserung wurden strategische Maßnahmen definiert, welche eine Weiterentwicklung des Kultur – aber auch Geschäftstourismus am Standort Bregenz gewährleisten sollen.

Nachhaltiges Denken und Handeln wurde dabei als eine der strategischen Säulen der Zukunft definiert.

Der Prozess
Als Grundlage unserer Überlegungen dient das „Drei – Säulen – System“ der Nachhaltigkeit, in welchem Ökologie, Ökonomie und Soziales Engagement berücksichtigt werden.
Um sich nicht in einer Vielzahl an Möglichkeiten und Notwendigkeiten zu verlieren, haben wir jene Themen für uns priorisiert, die wahrnehmbar für stake- aber auch shareholder zur Zielerreichung beitragen.

Jene Bereiche, in welchen wir Zeichen setzen möchten sind mit Sicherheit nicht neu:

1) Umwelt
2) Witschaftlichkeit
3) Soziales Engagement

Als neu und damit innovativ erachten wir die nachhaltigen Veränderungen in unseren unternehmerischen Arbeitsabläufen, sowie die bewusst gesetzten Aktivitäten, um die Ziele des 3-Säulen-Systems im Bewusstsein unserer Mitarbeiterinnen zu verankern.
Seit wir im Jahr 2008 den Nachhaltigkeitsprozess intern gestartet haben, durften wir zahlreiche nachhaltige Meilensteine erarbeiten. Stehts nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" agierend, lernt das Unternehmen unentwegt hinzu. Erfreulich für uns als Geschäftsführung war es von Beginn an zu sehen, dass der Prozess von verschiedenen Seiten in Gang gesetzt wurde, also keine Top Down - Management - Entscheidung darstellte. Damit wurde auch ein neues Bewusstsein erschaffen, welches nach und nach ausgebaut wird.

Projektbeschreibung

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Projektbeschreibung inkl. Zielsetzung
Zielsetzung: Standortsicherung durch die Weiterentwicklung des Unternehmens von einer Werthaltung hin zu einer Wertehaltung

Was vor 10 Jahren mit einer Mitarbeiterzufriedenheitsabfrage und 60 Din A4 Seiten Verbesserungsvorschlägen von 92% aller Beschäftigten als Visionsprozess seinen Anfang genommen hat, bekam mit dem 3-Säulen - System der Nachhaltigkeit vor 4 Jahren einen sehr wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt hinzu.
2008 kontaktierte uns das Österreichische Ökologie - Institut bezüglich der Teilnahme an einem Pilotprojekt zum Thema "Nachhaltiges Veranstaltungszentrum". Aus diesem Projekt entstand im Jahr 2010 das neue Österreichische Umweltzeichen "Green Meetings", welches das Festspielhaus maßgeblich in Kooperation mit dem Österreichischen Lebensministeriums mit entwickeln durfte.
Die ehrliche Bemühung, dem Thema Nachhaltigkeit auch wirkliche Inhalte zu verleihen, brachte es mit sich, dass das Festspielhaus seit 3 Jahren als "umweltbewußter Gastgeber" Ökoprofit - zertifiziert ist und seit 2 Jahren als Umweltzeichen - Zertifizierer selbst bislang 5 Kongresse als "Green Meetings" zertifizieren durfte. Alleine in diesem Jahr wurden 3 internationale Kongresse zertifiziert, Tendenz weiter steigend.

Das 3-Säulen - System der Nachhaltigkeit besteht aus den Bereichen:

1) Umwelt

Hier wurde in Kooperation mit dem Ökologie – Institut der Rahmen unserer Handlungsfelder bestimmt. In mehreren workshops mit unterschiedlichen Personengruppen unseres Hauses wurden die Bereiche

- Gastronomie
- Energiesparmaßnahmen
- Mobilität

als unser Handlungsspielraum bestimmt.

2) Wirtschaftlichkeit

Bereits in unserem Visions – Entwicklungsprozess vor einigen Jahren wurde das unternehmerische Denken und Handeln eines jeden Mitarbeiters als einer der 6 Grundwerte für das Festspielhaus fest geschrieben.
Dies gilt insbesondere beim Einsatz von Ressourcen, aber auch in vielen anderen Bereichen. Ein weiteres, immens wichtiges Thema für den Ausbau der regionalen Wert(e) - Schöpfung ist die Investition in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. In Zeiten von Fachkräftemangel in allen Branchen möchten wir durch stete Bildungsmöglichkeiten für unser Team das know how so hoch wie möglich halten und dadurch auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Und so budgetieren wir jährlich ca. EUR 1.000.- pro MitarbeiterIn für Aus- und Weiterbildung.

3) Soziales Engagement
Wir haben erkannt, dass der Erfolg unseres Unternehmens direkt mit der Chance auf persönliche Weiterentwicklung unserer Belegschaft korreliert. Deshalb bieten wir auch außerhalb des Bildungsbereichs Möglichkeiten für unser Team, sich im Unternehmen wohl zu fühlen.
Die Zeichen, die wir so nach innen setzen, versuchen wir in unserem Bereich des Möglichen auch nach außen zu setzen. Und so freuen wir uns sehr, dass wir Institutionen und Unternehmen tatkräftig unter die Arme greifen dürfen, wenn es darum geht, karitative Veranstaltung um zu setzen.

Innovationsgrad

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Innovationsgrad & Originalität
1) Umwelt

Gastronomie:
vertraglich vereinbarte Verpflichtungen unseres Caterers: nachweislicher Einsatz regionaler Produkte, von Bio – Produkten sowie fair trade gehandelten Produkten.
ebenso mit unseren Sponsoren für Bier, Fruchtsäfte, Lebensmittel und Kaffee vertraglich vereinbart.

Energiesparmaßnahmen:
Zertifizierung des Festspielhauses als „umweltbewusster Gastgeber“ durch Ökoprofit (www.oekoprofit.com ) 2010.
eigenes Abfallwirtschaftskonzept, welches nunmehr als Vorbild für die Stadt Bregenz herangezogen wird.
Einführung von sog. "Green Keepern" (Umweltbeauftragte) um das Bewusstsein für das Thema intern zu steigern
Mobilität:
EUR 1.- pro Kongresstag und Teilnehmer für den gesamten ÖPNV in unserem Bundesland sowie in die Grenzorte von D und CH.
60 kostenlose Fahrräder für Kongressteilnehmer, 120 überdachte Fahrrad -Abstellplätze.

2) Wirtschaftlichkeit:
Projekt "größte Photovoltaik - Anlage der Stadt" wurde gestartet, die Energieeffizienz brachte hohe finanzielle Einsparungen mit sich (siehe Dokumente).

3) Soziales:
„Gesundheitstag“ für MitarbeiterInnen, Vorträge z.B. zum Thema "burn out Prävention" oder Nichtrauchen, "beschützter Arbeitsplatz, Schitage, gesunde Jause, eine Yoga - Stunde pro Woche, 1 Lauftreff pro Woche, "Kinderbetreuungsscheck" für unsere Mütter, mietfreie Räumlichkeiten für Charity - Events, Kooperationen (z.B. 1. Europäisches Tango Festival mit Tangostars und down syndrom - Menschen 2013)

Realisierbarkeit

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Realisierbarkeit & Übertragbarkeit
Leider war in der Rubrik Innovationsgrad zu wenig Platz für die Erwähnung aller unserer Aktivitäten im sozialen Bereich. Deshalb sei es uns erlaubt, hier noch ein paar Details zu erwähnen.
Das Festspielhaus unterstützt auch Initiativen wie z.B. die Bekämpfung von Mobbing in Schulen (Projekt mit der Grundschule Altach im Jahre 2008), den jährlichen Stundenlauf des Lionsclubs Bregenz, den Weltdiabetes - Tag mit einer Illuminierung des gesamten Festspielhauses.

Die angesprochenen Aktivitäten sind allesamt bereits umgesetzt worden bzw. befinden sich in Planung für 2013. Wir versuchen durch den Einbezug aller MitarbeiterInnen den Innovationsgrad des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit auch in Zukunft hoch zu halten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Realisieren der angeführten Aktivitäten viel weniger Ressourcen benötigt, als einerseits die dadurch erzielten Einsparungen bringen und andererseits die Freiräume für Denken und Handeln Positives aus zu lösen vermögen.

Wir haben uns für einen Weg entschieden, der uns als begehbar erscheint und vom Festspielhaus - Team selbst vorgeschlagen wurde. Insofern sind wir auch der Überzeugung, dass unsere Aktivitäten auf andere Betriebe übertragbar wären.

Relevanz

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Sinnhaftigkeit & Relevanz
Die klar nach zu weisenden Einsparungen im Energiebereich, die motivierte Mannschaft im Festspielhaus, die geringe Krankenstandsrate, die hohe, durch Auszeichnungen belegte Kundenzufriedenheit, all dies sind Hinweise darauf, dass einerseits die Menschen im Festspielhaus - und um diese geht es schlussendlich auch in einem Unternehmen - mit sinnvollen Aufgaben betraut sind und daran aktiv auch mit gestalten können und andererseits klar ersichtlich ist, dass die Nachhaltigkeit durch das genannte Drei - Säulen - System getragen wird. Erst wenn alle drei Säulen zu "tragenden" werden, steht das Unternehmen auf dem so wichtigen Fundament.
Die Sinnfrage haben wir uns selbst klar mit JA beanwortet.

Für wen hat unser Weg Relevanz?

1) für die Menschen, die im Unternehmen agieren
2) für das Umfeld (stakeholder & shareholder) des Festspielhauses
3) für die Umwelt
4) für das Gebäude

Grund genug für uns, daran intensiv weiter zu arbeiten.

Kosten

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Kosten & Nutzen
Kosten seit 2008:

Zertifizierung Ökoprofit: EUR 15.000.-
die Summe inkludiert Personalkosten sowie Sachkosten

Green Meeting Zertifizierung: EUR 12.000.-
ebenfalls sind hier Personal- sowie Sachkosten inkludiert.

Nutzen seit 2009:

materiell:

Strom: Erspranis 2009 zu 2011: EUR 19.000.- (bzw. 8%) trotz gestiegenem Strompreis
Gas: Ersparnis 2009 zu 2011: EUR 31.000.- (bzw. 30%)
Abfall: Ersparnis 2009 zu 2011: EUR 14.000.- (bzw. 33%)

Kosten/Nutzenverhältnis im Vergleichszeitraum: 40:60
nachweisliche Steigerung von Kongress - Anfragen aus dem Bereich der Nachhaltigkeit

immateriell:

- gesundheitsbewußtere MitarbeiterInnen
- nachhaltiges Wissensmanagement im Unternehmen
- 2 Zertifizierungen (Ökoprofit, Green Meeting)
- Befugnis, selbst "Green Meetings" zu zertifizieren
- 6 zertifizierte "Green Meeting - Kongresse" in 2 Jahren
- 1 LandesTourismusAward in der Kategorie Nachhaltigkeit
- gute mediale Berichterstattung über das Festspielhaus zum Thema Nachhaltigkeit
- 1. österreichisches Kongresszentrum, dessen Cateringunternehmen mit dem AMA - Gastrosiegel ausgezeichnet wurde (seit 01.11.2012)

Evaluation

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Evaluation & Dokumentation
Daten für die geforderte Evaluation und Dokumentation sind allesamt vorhanden, jedoch in Exel - Tabellen abgespeichert.
Anbei finden Sie einen Auszug aus der Dokumentation:

Als Daten:
Strom, Gas und Abfälle (Abfallwirtschaftskonzept, Umweltbericht, Aufzeichnungen laut AVN - Gewerbe),Vertragsauszüge unserer Sponsorenverträge sowie unserem Gastronomievertrag und Zertifizierungen

Als Bilder:
Überreichung Umweltzeichen Green Meeting, Überreichung TourismusInnovationsAward, Mitarbeiter - Yoga, Fahrradabstellplatz , "Zeichen Setzen" - Welt Diabetes Tag, EVVC "Best Center" - Award 2011, Green Keeper - Festspielhaus, Außenansicht Festspielhaus

Kategorien

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Green Award, Nachhaltiges/r Unternehmen / Verband