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Energiemanagement- Projekt Kronleuchter

Theodor-Heuss-Platz 1-3
30175
 
Hannover
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Tradition und Innovation

Das Hannover Congress Centrum(HCC) ist eines der größten messeunabhängigen Kongress- und Veranstaltungszentren Deutschlands. Mit seiner inzwischen 100jährigen Geschichte (100jähriges Jubiläum 2014) ist das Hannover Congress Centrum anerkannter und seit vielen Jahrzehnten bekannter Treff- und Mittelpunkt für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Landeshauptstadt Hannover und als großes Kongress- und Ausstellungszentrum deutschland- und europaweit bekannt.
Das HCC bietet mit insgesamt 3 großen multifunktionalen Veranstaltungshallen, 7 unterschiedlich großen Festsälen sowie 30 Konferenz- und Seminarräumen auf insgesamt 15.000 qm Veranstaltungsfläche rund 13.000 Sitzplätze für Veranstaltungen unterschiedlichster Art an. Im Hannover Congress Centrum finden jährlich durchschnittlich 1.200 Veranstaltungen mit rund 400.000 Besuchern statt.
Im Jahr 2007 hat das HCC begonnen, die zukünftige Konzeptentwicklung für das Haus in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln und hierfür Wege und...
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Das Hannover Congress Centrum(HCC) ist eines der größten messeunabhängigen Kongress- und Veranstaltungszentren Deutschlands. Mit seiner inzwischen 100jährigen Geschichte (100jähriges Jubiläum 2014) ist das Hannover Congress Centrum anerkannter und seit vielen Jahrzehnten bekannter Treff- und Mittelpunkt für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Landeshauptstadt Hannover und als großes Kongress- und Ausstellungszentrum deutschland- und europaweit bekannt.
Das HCC bietet mit insgesamt 3 großen multifunktionalen Veranstaltungshallen, 7 unterschiedlich großen Festsälen sowie 30 Konferenz- und Seminarräumen auf insgesamt 15.000 qm Veranstaltungsfläche rund 13.000 Sitzplätze für Veranstaltungen unterschiedlichster Art an. Im Hannover Congress Centrum finden jährlich durchschnittlich 1.200 Veranstaltungen mit rund 400.000 Besuchern statt.
Im Jahr 2007 hat das HCC begonnen, die zukünftige Konzeptentwicklung für das Haus in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln und hierfür Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten. Ausgangssituation war hierbei zum einen, die vorstehend beschriebene Weiterentwicklung des Anspruchs des Hauses, innovative Angebote als Ergänzung zu den rein räumlichen Angeboten weiterzuentwickeln und zum anderen im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Bewertung, insbesondere im Kostenbereich des Hauses, zukünftige Optimierungspotenziale zu identifizieren und auszugestalten. Hierbei versteht das HCC Nachhaltigkeit gleichermaßen als Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft und als erfolgreiches innerbetriebliches Instrument für Kosten- und Qualitätsmanagement. Dies alles gemäß dem Leitspruch des HCC „Tradition und Innovation“.

Projektbeschreibung

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Projektbeschreibung inkl. Zielsetzung
Zielsetzung:

Der historische Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum ist mit sieben Kronleuchtern, die unter Denkmalschutz stehen, ausgestattet. Diese sieben Kronleuchter haben jeweils 180 Leuchtmittel je 100 Watt. Das sind zusammen 126 KW/h. Die Kronleuchter sind nicht nur ein dekoratives Element, sondern dienen zudem der Raumbeleuchtung und stellen auch einen Teil der Sicherheitsbeleuchtung dar. Die Kronleuchter sind von der oberen Denkmalschutzbehörde des Bundes unter Denkmalschutz gestellt und müssen von der Gesamtoptik erhalten bleiben. Die Klimaschutz-Maßnahme trägt zur Umsetzung des Klimaaktionsprogrammes der Stadt Hannover mit dem Ziel einer 40%-igen Reduktion der CO2-Emissionen bis 2020 bei.
Die Ziele der Umrüstung der Kronleuchter waren:
• Die unter Denkmalschutz stehenden Kronleuchter in ihrer Optik zu erhalten
• Umstellung von Halogenlampen auf LED-Leuchtmittel –verbesserte Lichtqualität
• Stromeinsparungen und CO2-Emissionseinsparungen
• Längere Lebensdauer der Leuchtmittel- längere Wartungsintervalle
• Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
• Mitarbeiter- und Kosteneinsparung


Projektbeschreibung:

Geplant war die Erstellung eines komplett neuen Beleuchtungssystems mit LED-Technik im historischen Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum unter Nutzung bestehender Teilelemente aus historischen Gründen, nach Vorgaben der Behörde für Denkmalpflege. Dabei wurden sieben Kronleuchter mit jeweils 180 Leuchtmitteln a 100 W (1.260 Leuchtmittel gesamt) demontiert und im Zuge der Sanierung durch ein LED-System ersetzt. Die Grundsanierung sollte eine hohe Kosteneinsparung mit sich bringen und zu CO2 -Emissionseinsparungen führen.
Die alten Leuchtmittel hatten nur eine kurze Lebensdauer, was eine jährliche Wartung der Kronleuchter mit sich führte. Auf Grund der Zeitintensität musste der Kuppelsaal für sieben Arbeitstage(ein Tag pro Kronleuchter) gesperrt werden. Außerdem wurden damit 4 Mitarbeiter gebunden, was einen hohen Arbeitszeitfaktor darstellte.
Das geschätzte jährliche CO2-Einsparpotential durch LED-Leuchtmittel liegt bei privaten Unternehmen der EU bei 23 Mio. Tonnen. Ein breiter Einsatz der LED-Technologie vereint Klimaschutz, finanzielle Einsparmöglichkeiten und bessere Lichtqualität. Ein Hindernis für die schnelle Umrüstung auf die energieeffiziente Technologie wäre, dass sich die meisten heutigen Beleuchtungssysteme nicht eins zu eins durch die LED-Technologie ersetzen lassen. Die technische Planung, Verarbeitung, Installation, Wartung und Nutzung verlangt ein grundsätzlich verändertes Herangehen an die neuen Beleuchtungssysteme.

Innovationsgrad

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Innovationsgrad & Originalität
Die eigenen Mitarbeiter testeten mehrere Leuchtmittel, bis sie auf eine erfolgversprechende Variante stießen. Es wurde ein Leuchtmittel gefunden, welches den Verbesserungsanforderungen entsprach und zudem auch die Optik erhielt. Jedoch war es nach Herstellerangaben nicht möglich, diese Leuchtmittel zu dimmen. Da dies aber ein wichtiges Element für die veranstaltungstechnischen Anforderungen ist, nahm der Projektleiter nach intensiver Recherche Kontakt zu einem Dimmerhersteller auf.
HCC Mitarbeiter erarbeiteten in Zusammenarbeit mit den Spezialisten eine technische Möglichkeit, das Licht mit den LED-Leuchtmitteln zu dimmen.
Durch die Eigenleistung der HCC Mitarbeiter konnten somit die technischen Anforderungen komplett und uneingeschränkt erreicht werden. Die Ganzsanierung der Kronleuchter wurde von den hauseigenen Mitarbeitern umgesetzt, ebenso wie die Elektrosanierung und die Lampenbetriebskomponenten.
Damit wurde in Kooperation und durch intensive Eigenleistung der Mitarbeiter des HCC ein neues Projekt konzipiert, dass vom Hersteller nicht realisiert werden konnte und alle Kriterien, die an eine veranstaltungsbezogene Ambiente- und Effektbeleuchtung gestellt werden erfüllt hat.
Mittlerweile wirbt der Dimmerhersteller auf seiner Website damit, dass dieses spezielle Leuchtmittel von 0-100% dimmbar ist.

Realisierbarkeit

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Realisierbarkeit & Übertragbarkeit
Da jedoch zu Beginn keine geeigneten LED-Leuchtmittel gefunden wurden, die den Anforderungen entsprachen, wurde ein Planungsbüro beauftragt. Die Planungsgruppe stellte kurz darauf den Projektleitern ein Konzept vor, die Sanierung der Kronleuchter würde 490.000€ gesamt betragen, also 70.000€ pro Kronleuchter.
Die vorgeschlagenen Leuchtmittel konnten jedoch kein festliches Ambiente erzeugen und wiesen eine Trägheit bei der Steuerungssoftware auf. Ein weiteres Manko war unter anderem die technisch optische Veränderung, welche automatisch eine Denkmalschutzabstimmung erfordert hätte. Da die Leuchtmittel somit die gewünschten Erfolge nur teilweise erfüllten, wurde dieser Vorschlag abgelehnt.

Relevanz

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Sinnhaftigkeit & Relevanz
Die Relevanz für das HCC ergibt sich aus der seit 2007 entwickelten und umgesetzten Gesamtstrategie „ Nachhaltigkeit des HCC“.
Das im Rahmen der Schwerpunktrenovierung umgesetzte Projekt „Kronleuchter“ ist ein weiterer perfekter Baustein der Weiterentwicklung und Optimierung dieses Konzepts.
Da wir uns zusätzlich als ein Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Hannover der Miterfüllung des Klimaschutzprogramm 2020 der LHH verpflichtet haben, war es uns als nachhaltiges Veranstaltungsunternehmen eine weitere ergänzende Motivation, unseren Teil mit diesem Projekt zur CO2 – Einsparung beizutragen.
Mit diesem Projekt machen wir auf die Klimaproblematik aufmerksam und fördern das Nachhaltigkeitsbewusstsein unsere Mitarbeiter. Die daraus entstehende Motivation ist die Grundlage für die Realisierung von Projekten wie dem „Kronleuchter-Projekt“. Denn nur mit intensiven eigenem Engagement und Kompetenzen ist die Realisierung solcher Konzepte machbar.
Als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Hannover wollen wir mit gutem Beispiel voran gehen und als ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement dienen.

Kosten

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Kosten & Nutzen
Die Kosten der Sanierung der Kronleuchter belaufen sich auf rund 110.000,00€ und beinhalten alle relevanten Posten, um das Erwartungsprofil zu erfüllen.
Von besonderer Bedeutung ist hierbei aus unserer Sicht, die positive finanzielle Spanne die zwischen unserer eigenen Umsetzung und dem Vorschlag des Planungsbüros besteht. Dadurch haben wir nicht nur ein besseres Ergebnis erlangt, sondern auch 380.000,00€ Investitionskosten eingespart. Die Dimmung der LED-Leuchten erfolgt durch moderne elektronische Dimmtechnik, die im Vergleich zu den bestehenden Last-und Leistungsdimmern eine erhebliche Energieeinsparung bewirken. Vor dem Austausch der Leuchtmittel lag der Verbrauch bei 126 KW/h und konnte auf 6,9 KW/h minimiert werden. Dies bedeutet eine Stromeinsparung von 93% pro Stunde bei einem Veranstaltungsbetrieb incl. Regiezeiten ( Reinigung, Aufbau, Abbau etc. ) von 20 Stunden.
Genauer bedeutet dies, dass die Umrüstung von Glühleuchtmittel auf LED-Leuchtmittel bei einer Betriebszeit von 20 Stunden, 130 Veranstaltung/ Jahr und Kosten von 0,17€ pro kw/h eine Stromkosteneinsparung von 53.000,00€ bedeutet.

Evaluation

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Evaluation & Dokumentation
Unser Ziel bei der Einführung der LED-Leuchtmitteln in den sieben Kronleuchtern des Kuppelsaals, war eine Stromeinsparung von mindestens 80% zu erreichen sowie unsere Mitarbeiter zu entlasten, indem wir die Wartungszyklen verlängern. Die angegebene Lebensdauer der LED-Leuchtmittel beträgt 25.000 Stunden und ermöglicht somit, dass sich die Wartungsintervalle verlängern, wodurch wir nicht mehr einmal im Jahr 4 Mitarbeiter für sieben Arbeitstage bereitstellen müssen. Durch die Stromeinsparung von 93% haben wir uns einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft und den CO2 -Ausstoß jährlich um 124 Tonnen verringert.
Wir sind stets bemüht erkannte Einsparungspotenziale durch möglichst maximalen Einsatz von eigenen Leistungen zu realisieren. Bereits nach zwei Jahren haben wir die verursachten Kosten für die Umsetzung des Projekts „Kronleuchter“ amortisiert.

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Green Award, Energiemanagement/Ressourcenschonung