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Hannover Congress Centrum

Theodor-Heuss-Platz 1-3
30175
 
Hannover
Kontakt:
Fon: +49 511 81130
Fax: +49 511 8113429

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Tradition und Innovation

Das Hannover Congress Centrum ist eines der größten messeunabhängigen Kongress- und Veranstaltungszentren Deutschlands. Mit seiner inzwischen 100jährigen Geschichte (100jähriges Jubiläum 2014) ist das Hannover Congress Centrum anerkannter und seit vielen Jahrzehnten bekannter Treff- und Mittelpunkt für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Landeshauptstadt Hannover und als großes Kongress- und Ausstellungszentrum deutschland- und europaweit bekannt.

Das HCC bietet mit insgesamt 4 großen multifunktionalen Veranstaltungshallen, 7 unterschiedlich großen Festsälen sowie 30 Konferenz- und Seminarräumen auf insgesamt 15.000 qm Veranstaltungsfläche rd. 13.000 Sitzplätze für Veranstaltungen unterschiedlichster Art an. Im Hannover Congress Centrum finden durchschnittlich jährlich 1.200 Veranstaltungen mit rd. 400.000 Besuchern statt.

Im Jahr 2007 hat das HCC begonnen, die zukünftige Konzeptentwicklung für das Haus in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln und hierfür Wege und...
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Das Hannover Congress Centrum ist eines der größten messeunabhängigen Kongress- und Veranstaltungszentren Deutschlands. Mit seiner inzwischen 100jährigen Geschichte (100jähriges Jubiläum 2014) ist das Hannover Congress Centrum anerkannter und seit vielen Jahrzehnten bekannter Treff- und Mittelpunkt für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Landeshauptstadt Hannover und als großes Kongress- und Ausstellungszentrum deutschland- und europaweit bekannt.

Das HCC bietet mit insgesamt 4 großen multifunktionalen Veranstaltungshallen, 7 unterschiedlich großen Festsälen sowie 30 Konferenz- und Seminarräumen auf insgesamt 15.000 qm Veranstaltungsfläche rd. 13.000 Sitzplätze für Veranstaltungen unterschiedlichster Art an. Im Hannover Congress Centrum finden durchschnittlich jährlich 1.200 Veranstaltungen mit rd. 400.000 Besuchern statt.

Im Jahr 2007 hat das HCC begonnen, die zukünftige Konzeptentwicklung für das Haus in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln und hierfür Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten. Ausgangssituation war hierbei zum einen, die vorstehend beschriebene Weiterentwicklung des Anspruchs des Hauses, innovative Angebote als Ergänzung zu den rein räumlichen Angeboten weiterzuentwickeln und zum anderen im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Bewertung, insbesondere im Kostenbereich des Hauses, zukünftige Optimierungspotenziale zu identifizieren und auszugestalten. Hierbei versteht das HCC Nachhaltigkeit gleichermaßen als Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft und als erfolgreiches innerbetriebliches Instrument für Kosten- und Qualitätsmanagement. Dies alles gemäß dem Leitspruch des HCC „Tradition und Innovation“.

Projektbeschreibung

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Projektbeschreibung inkl. Zielsetzung
Seit Juni 2013 nimmt das HCC an einem bundesweiten Pilotprojekt zur Steigerung der Energieeffizienz in Kooperation mit der TU Berlin sowie dem Energieunternehmen Enercity Contracting GmbH Hannover teil. Das von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Forschungsprojekt „Hummel“ umfasst in Deutschland 14 Unternehmen, die repräsentativ für verschiedene Bereiche zur Ermittlung von Größenordnungen und Einsparpotenzialen, die durch den Einsatz der innovativen Technik resultieren, beitragen.

Die zu dem Zeitpunkt der Einleitung in das Projekt im Besitz des HCC befindlichen Kältemaschinen, ein Kolbenkompressor und eine Absorptionsmaschine, waren als abgängig zu bezeichnen, eine bedarfsgerechte technische Regeleinrichtung, die eine Feinreglung oder Stufenreglung ermöglicht hätte, war in einem irreparablen defekten Zustand.

Aus der Teilnahme an dem Projekt resultiert ein Austausch des alten Kolbenkompressors durch einen gebrauchten, vier Jahre jungen, mehrstufigen Kompressor, der den eventuellen Mehrbedarf von ca. 15% der neuen Hummel durch automatische Zuschaltung auffangen soll. Die veraltete Steuerungstechnik wurde vollständig ersetzt, die elektrisch betriebenen Hochleistungspumpen in den Technikzentralen des HCC entfallen durch einen neuen Differenzdruckregler. Eine bedarfsgerechte und effiziente Regelung der Anlage ist nun gegeben.

Durch die Nutzung der neuen Kälteanlagen und der jetzigen Gesamtkonstruktion der Energiebeschaffung realisiert das HCC eine wohl nahezu einmalige Nutzungseffizienz von 95% des ursprünglich zur Energiegewinnung eingesetzten Betriebsbrennstoffes.

Hier bezieht das HCC seit 2012 seine Energie durch ein Gas-Wasserdampfturbinenkraftwerk. Dieses treibt durch eine Gasverbrennung eine Turbine an, die Strom erzeugt. Das „Abfallprodukt“, heißer Wasserdampf, wird dann zum Antrieb einer Wasserdampfturbine genutzt, die erneut Strom erzeugt. Zur Fernwärmeproduktion, mit der das HCC ebenfalls versorgt wird, wird gleichermaßen Wasserdampf verwendet. Auf diesem Weg sind ca. 85% des ursprünglich eingesetzten Betriebsbrennstoffes Gas effektiv genutzt. Die überschüssige, nicht abgenommene Fernwärme, die ansonsten keine Verwendung mehr finden würde, wird der Kältemaschine Hummel auf dem Gelände des HCCs zugeführt und dient zusammen mit dem Kältemittel als Trägerfraktion für die Kaltwasserproduktion; somit lässt sich eine fast komplette Nutzung des Energieerzeugers verwirklichen.
-Einsparpotenziale im Energieverbrauch und der CO2 Bilanz des HCC
-Höchste Betriebseffizienz im gesamten Lastenbereich durch neuartige Absorptionskälteanlagen
-Ein hochenergieeffizientes Verfahren mit einer nahezu vollständigen Nutzung des Energieträgers
-Nachhaltige, komplette Kälteversorgung trotz geringeren Leistungsvermögens
-Beitrag zum Erreichen der Ziele im Rahmen des Klimaschutzprogrammes 2020 der Landeshauptstadt Hannover
-Teilnahme an der Forschung für die zukünftige Entwicklung von energieergiebigeren Technologien

Innovationsgrad

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Innovationsgrad & Originalität
Die Teilnahme an diesem Projekt ist bundesweit vorerst auf 14 Unternehmen verschiedenster Branchen beschränkt, und das HCC versteht die Beteiligung als eine nachhaltige Bestätigung des umweltbewussten Denkens und Handelns um daran mitzuwirken, die innovative Technik weiter voranzutreiben.

Durch die Tatsache, dass es sich um ein Pilotforschungsprogramm handelt, welches es in dieser Art und Weise noch nirgends gegeben hat und durch den Sachverhalt, dass die Absorptionskälteanlagen, die bei diesem Projekt zum Tragen kommen, sich in einer Erprobungsphase befinden, hat sich das HCC bewusst in eine durchaus risikobehaftete Situation begeben, um den Fortschritt zur Entwicklung solcher Technologien zu unterstützen und eine zeitnahe Realisierung der Marktfähigkeit zu ermöglichen.

Die auffallend recht kleine Bauart der Kältemaschine sowie die effektive Nutzung der eingespeisten Betriebsstoffe ermöglichen eine nachhaltige und kostengünstigere Erzeugung von nutzbarer Kälte.

Die effiziente Nutzung von insgesamt nahezu 95% der ursprünglich eingesetzten Betriebsenergie lässt das HCC zum jetzigen Zeitpunkt nahezu einmalig in Deutschland mit einem solchen Wert dastehen.

Realisierbarkeit

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Realisierbarkeit & Übertragbarkeit
Nachdem sich das HCC im Jahr 2013 dem Projekt „Hummel“ angeschlossen hatte, laufen seit Juni 2014 die Umbau- und Einrichtungsarbeiten für die neue Kälteanlage und seit Oktober 2014 entsprechende Umschlussarbeiten, so dass ein erster baldiger Echtbetrieb kurz bevorsteht. Die Umrüstung auf diese Kälteanlage ist somit nahezu abgeschlossen, weshalb einer Realisierbarkeit und Anwendung, auch auf weitere Branchen, Bereiche und Unternehmen, momentan keine Zweifel im Wege stehen.

Die Umrüstung auf diese neue Anlage hat zwar gewisse Sanierungs- und Umbauarbeiten erforderlich gemacht, deren Kosten werden aber vom Energielieferanten übernommen.

Relevanz

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Sinnhaftigkeit & Relevanz
Die Sinnhaftigkeit bei der Nutzung der Hummel liegt darin, dass die vorhandene Fernwärme als Betriebsmittel nahezu ausreichend ist, um die Absorptionskältemaschine thermisch zu betreiben. Die Kälte-Nennleistung der Hummel von ca. 160 kW ist bei einem vergleichsweise geringem Anlagenvolumen durchaus mit marktverfügbaren Anlagen vergleichbar. Dabei verbraucht diese Anlage wesentlich weniger Energie und hinterlässt eine klimaneutralere CO2 Energiebilanz. Die Einsparung von elektrischer und thermischer Energie für die Kälteerzeugung beträgt ca.35% von 740T kWh vorher gegenüber 485T kWh nach der Sanierung.
Durch die Verbesserung und Sanierung der Leitungssysteme und Technikzentralen lassen sich die Lüftungs- und Kälteanlagen besser steuern. Die Lebensdauer der Anlagen verlängert sich. Durch den Wegfall elektrisch betriebener Hochleistungspumpen wird eine jährliche Einsparung in Höhe von ca.17T kWh erreicht.
Das HCC setzt sich schon seit Jahren für umweltgerechtes Verhaltens ein. Die Förderung und Weiterentwicklung von innovativen Ideen und Techniken in immer effizientere Leistungsspektren von bereits vorhandenen Technologien ist eine einfache Art eine Minderung des Klimawandels zu beschleunigen.
Das Projekt Hummel ist ein Vorzeigebeispiel dafür, dass das Privileg von Kunden nicht mehr nur auf möglichst kosteneffiziente Veranstaltungen ausgelegt ist, sondern dass auch immer mehr der Wunsch nach nachhaltiger Energieversorgung und CO2-ärmeren Veranstaltungen großen Anklang findet.

Kosten

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Kosten & Nutzen
Die Umrüstung auf die neue Kältetechnologie war für das HCC im Jahr 2014 eine der wesentlichsten Veränderungen der Energiepolitik. Trotz des enormen Aufwandes durch die Demontierung der veralteten Maschinen, den Umbau der Technikzentralen sowie den Transport und Aufbau der neuen Maschinen, verlief der Einstieg in das Projekt für das HCC nahezu kostenneutral, da die Aufwendungen durch den neuen Energieversorger enercity Contracting GmbH übernommen wurden. Das HCC ist hierbei im Gesamtzusammenhang und von der Sache her bereit, Risiken einer anfangs nicht störungsfreien Versorgung zu akzeptieren.
Die Leistung für eine Kabelverlegung innerhalb des HCC zur Steuerung der Anlagen durch die sanierten Technikzentralen wurden durch Eigenleistungen seitens eigener Mitarbeiter erbracht.

Ein neu verhandelter Vertrag trägt dazu bei, dass das Hannover Congress Centrum seine Energieversorgung zu den „alten“ Konditionen gewährleisten kann und, auch nach Abschluss des Feldversuches im Jahr 2018, die zur Verfügung gestellte „Hummelanlage“ und die daraus resultierenden neuen Technologien weiterhin kostenfrei nutzen darf.

Die nun ersetzten Kältemaschinen vom HCC befanden sich bei in dieser Leistungsklasse üblichen 750 € Investionskosten pro Kilowatt. Bei den innovativen Anlagen liegt dieser Kostenfaktor bei gerade einmal 200 € - 240 €.

Evaluation

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Evaluation & Dokumentation
Bei der Bewertung des Erfüllungsgrades können wir bislang noch keine konkreten Aussagen über das Leistungsspektrum der neuen „Hummelanlage“ geben, da sich diese momentan in einer noch recht kurzen Betriebsphase befindet.

Unser Ziel war es jedoch, durch die Umrüstung der alten Anlagen auf die neue Technik ein effizienteres und dennoch sparsameres Kälteverfahren im HCC zu integrieren und die Kälteversorgung dahin weitesgehend zu optimieren. In Anbetracht unseres jetzigen Standpunktes können wir, wie erwartet, jedoch davon ausgehen, dass das Forschungsprojekt zu einer deutlichen Optimierung und zu weiteren Einsparungen im Bereich der Energie / Kälteversorgung führen wird.
Durch den Umbau der vorhandenen Leitungen und Steuerungssysteme können wir zum momentanen Zeitpunkt bereits erste Erfolge in puncto „Leistungs- und Personaloptimierung“ verzeichnen.
Ein weiteres vorgesehenes Ziel war eine repräsentative, positive Imagebildung im Bereich der Veranstaltungsstätten, um auch für andere Locations als ein nachahmenswertes Beispiel in Hinsicht auf Nachhaltigkeit und Ökologie voranzugehen.

Kategorien

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Green Award, Energiemanagement/Ressourcenschonung