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34. Deutscher Evangelischer Kirchentag Hamburg 2013 e.V.

Neue Burg 1
20457
 
Hamburg
Kontakt:
Fon: +49 40 4309310
Fax: +49 40 430931300

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Die Bibel-Losung des Kirchentages 2013: "Soviel du brauchst" (2. Mose 16,18)

Seit über 60 Jahren ist der Deutsche Evangelische Kirchentag ein beeindruckendes Ereignis, nicht nur für die Kirche, sondern in der ganzen Gesellschaft. Doch Kirchentag ist nicht nur eine Veranstaltung, es ist auch eine Bewegung, die immer wieder für Aufsehen sorgt.

Alle zwei Jahre versetzt der Kirchentag eine deutsche Stadt in Ausnahmezustand. Vom 1.-5.Mai 2013 wird der Kirchentag in Hamburg zu Gast sein. Rund 100 000 Menschen kommen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Welt nachzudenken.

Eins der wichtigen Anliegen des Kirchentags als eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland ist der Klimaschutz (80% der Teilnehmer reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Reisebuse). Dass das Thema Umwelt auch schon auf früheren Kirchentagen eine Rolle spielte, können Sie in unserem Archiv nachlesen und dort über 60 Jahre Kirchentagsgeschichte Revue passieren lassen.
http://www.kirchentag.de/das-ist-kirchentag/archiv.html

Die Veranstaltungen...
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Seit über 60 Jahren ist der Deutsche Evangelische Kirchentag ein beeindruckendes Ereignis, nicht nur für die Kirche, sondern in der ganzen Gesellschaft. Doch Kirchentag ist nicht nur eine Veranstaltung, es ist auch eine Bewegung, die immer wieder für Aufsehen sorgt.

Alle zwei Jahre versetzt der Kirchentag eine deutsche Stadt in Ausnahmezustand. Vom 1.-5.Mai 2013 wird der Kirchentag in Hamburg zu Gast sein. Rund 100 000 Menschen kommen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Welt nachzudenken.

Eins der wichtigen Anliegen des Kirchentags als eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland ist der Klimaschutz (80% der Teilnehmer reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Reisebuse). Dass das Thema Umwelt auch schon auf früheren Kirchentagen eine Rolle spielte, können Sie in unserem Archiv nachlesen und dort über 60 Jahre Kirchentagsgeschichte Revue passieren lassen.
http://www.kirchentag.de/das-ist-kirchentag/archiv.html

Die Veranstaltungen des Kirchentages sind so vielfältig wie das religiöse und gesellschaftliche Leben: Sie greifen soziale, ethische und politische Themen auf. Stellen Fragen nach der gerechten Gestaltung einer globalisierten Welt, der Bewahrung der Schöpfung und der Würde des Menschen. Sie führen Gespräche über Theologie und Spiritualität.

Ob kleine Meditation oder große Open-Air-Bühne, Gottesdienste, Gebete und Bibelauslegungen, Konzerte aller Musikrichtungen, Theater und Comedy, Ausstellungen, Diskussionsforen oder Markt der Möglichkeiten - Kirchentag bedeutet: Fünf Tage volles Programm in rund 2500 Veranstaltungen - von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Schlussgottesdienst am Sonntag.

Projektbeschreibung

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Projektbeschreibung inkl. Zielsetzung
Bisher ist es nicht gelungen, auf Großveranstaltungen wie dem Kirchentag den Verpflegungsbereich systematisch und umfassend unter Klimaeffizienz-Gesichtspunkten zu gestalten. Den Organisatoren fehlt die Systematik, angebotene Leitfäden gehen nicht ausreichend und pragmatisch in die Tiefe der Praxis. Es fehlt die systematische Anwendung der unterschiedlichen Stränge. Dienstleister (z.B. Großcaterer, Mietmöbellieferanten) sind darauf bisher nur unzureichend eingestellt. Beispielsweise gibt es keine Kühlschränke für den Veranstaltungsbereich in A++ zu mieten und ein ökologisches, vegetarisches Speisenangebot ist häufig unattraktiv und überteuert.

Der Kirchentag möchte sich dabei sowohl im eigenen Bereich als auch mit Blick auf die Teilnehmenden verstärkt und umsetzungsorientiert mit dem Thema Klimafreundliche Ernährung beschäftigen.

Ziel des Projektes ist es, ein Konzept zur klimaeffiziente Verpflegung bei Großveranstaltungen entlang der Versorgungskette zu entwickeln und dieses an Hand von unterschiedlichen Verpflegungsbereichen einer Großveranstaltung koordiniert umzusetzen, auszuwerten und zur dauerhaften Implementierung auch bei anderen Großveranstaltungen weiterzuentwickeln und zu verbreiten. Ziel ist es, pro Mahlzeit 30% Kohlendioxid-Äquivalent Emission (CO2) einzusparen.
Innovatives Herzstück des KleVer-Konzeptes ist es, dass die die ökologischen As-pekte der klimaeffizienten Verpflegung:
• Saisonal;
• Regional;
• Biologischer Anbau;
erweitert werden durch
• Klimaeffizient optimierte Getränke- & Speiseplangestaltung (aufgrund von Berechnungen) (z.B. Nutzung von Leitungswasser, weniger und andere Fleischsorten, Milchfettreduktion, hoher Anteil Rohkost/Salate);
• Mengenkalkulation und Resteverwertung;
• Planung und Gestaltung der Essensausgaben („Vegetarisch ist das Essen 1!“), klimafreundliche technische Ausrüstung (z.B. energiesparende Geräte, Ökostrom);
• Nutzung klimafreundlicher Materialien, z.B. Mehrweggeschirr, Alufolienverzicht, Recycling-Servietten;
• und kommunikative Begleitinstrumente (Mailings, Werbung, Informationen, Zeitungsartikel, Schulungen, Tagung);
die zum eigenen Ausprobieren und Weitertragen der Ideen anregen.
Der Kirchentag möchte so erreichen, dass die Multiplikatorwirkung des Projektes nicht nur durch Information, sondern auch durch sinnliche und konkrete Erfahrungen erreicht wird.

Das Projekt „KleVer – Klimaeffiziente Verpflegung bei Großveranstaltungen“ kann im Bereich der Ernährung einen Beitrag zum gesellschaftlicher Such- und Lernprozess leisten, der für die „Transformation zur klimaverträglichen, nachhaltigen Gesellschaft“ als notwendig angesehen wird.

Innovationsgrad

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Innovationsgrad & Originalität
Die Kirchentagsbewegung ist für die Innovationen im Bereich umweltfreundlicher Veranstaltungen bekannt. Die Umweltmanagement-Zertifizierung von Veranstaltungen wurde maßgeblich vom Kirchentag mitentwickelt. Seit mehreren Kirchentagen werden die Umweltkennzahlen erhoben und verglichen und Umweltprojekte als Pilotprojekte angestoßen. Ein Beispiel ist der "fahrradfreundliche Kirchentag" in Bremen 2009 und dessen Bestandteile (Leihräder, Fahrradrouten, fahrradfreundliche Quartiere, Radpilger), die in den Folgekirchentagen weiterentwickelt und implementiert wurden.
Innovativer Gehalt des Klimaeffiziente Verpflegung (KleVer) Projektes ist die Entwicklung des KleVer-Konzeptes, das die die ökologischen Aspekte der klimaeffizienten Verpflegung erweitert durch weitere klimafreundliche Maßnahmen und beide Aspekte flexibel angepasst einsetzt.
Spielräume für klimaeffiziente Verpflegung werden unter den gegebenen Bedingungen der komplexen Organisationsabläufe und dem einmaligen, temporären Charakter einer Veranstaltung effektiv genutzt. Das KleVer-Konzept zielt eher auf anwendungsorientierte, pragmatische Möglichkeiten ("Instrumentenkasten") für Veranstalter, als auf die Umsetzung strikter Verpflegungsregeln. Lerneffekte können so auf unterschiedlichsten Ebenen (Haushalt bis Großveranstaltung und Dienstleister) entstehen.

Auch das Bundesumweltministerium hat den Innovationsgehalt des KleVer Projektes erkannt und fördert die Umsetzung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Realisierbarkeit

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Realisierbarkeit & Übertragbarkeit
Das KleVer-Konzept ist so angelegt, dass es ein konsistenter Schirm erarbeitet aus ökologischen und klimafreundlichen Aspekten.
Darüberhinaus werden die jeweils anfallenden Verpfelgungsbereiche bei einer Veranstaltung (Sitzungen, Mitarbeitende, Teilnehmende, Hotelfrühstück, Privatfrühstück etc.) berücksichtigt.
Hinzu kommt die Berücksichtigung der jeweiligen Einflussebenen des Kirchentages auf den jeweiligen Akteur.

Dieses Raster lässt sich auf alle Arten von Veranstaltungen problemlos übertragen. Unter dem Motto "Alles Kann - Nix Muss" lässt es Raum für die sukzessive Verbesserung auf einem vorgezeichneten Pfad.

Relevanz

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Sinnhaftigkeit & Relevanz
KleVer trägt insbesondere



x Zur kostengünstigen Erschließung der Potenziale zur Emissionsminderung, da der Ernährungssektor weltweit zu 26% zur menschgemachten Klimaerwärmung beiträgt und die Möglichkeiten die Massenverpflegung hinsichtlich Emissionseinsparungen und Multiplikatorwirkung im Rahmen des Projektes erschlossen werden können.

x Zur Klimaeffizienz, durch die Verpflegung mit energiesparend produzierten Lebensmitteln und dem Management in der Mengenplanung sowie der Vermeidung von Lebensmitteln durch die andere Treibhausgasrelevante Emissionen entstehen.

x Zum Ausbau der Erneuerbaren Energien:
Durch die teilweise 100% Versorgung von Verpflegungsstätten mit erneuerbaren Energien und der Berücksichtigung von CO2-Werten bei der Speisenauswahl.

x Zur Entwicklung von innovativen Modellprojekten für Klimaschutz, da KleVer
explizit darauf ausgelegt ist, im Rahmen der Verstetigung auch weitere Kirchentage ohne Förderung klimaeffizient zu verpflegen sowie andere Großveranstaltungen und Teilnehmende zur eigenen Umsetzung des KleVer-Konzeptes anzuregen.

Kosten

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Kosten & Nutzen
An und für sich sind alle Elemente kostenneutral umsetzbar.

Höhere Kosten, z.b. durch qualitativ hochwertigeren Lebensmitteleinsatz können durch bessere Mengenkalkulation und die Reduktion von Fleisch, die Nutzung von Leitungswasser als Getränk und weitere Maßnahmen aufgefangen werden.

Evaluation

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Evaluation & Dokumentation
Teil des KleVer-Projektes ist die Entwicklung eines Monitoringkonzeptes und die ausführliche Auswertung. Dafür wird einerseits das bestehende Umweltcontrolling erweitert (CO2 Einsparungen beim Essen), andererseits wird das Unternehmen Esscooltur, den laufenden Betrieb überwachen und in einem Fotobericht dokumentieren. Hinzu kommt, dass alle Teilnehmer auf einer dem Programmheft beigelegten Postkarte Ihre Erfahrungen und eigenen Verhaltensänderungen (zu Hause und bei der Organisation von eigenen Veranstaltungen) nach dem Kirchentag zurückberichten können und auf der Kirchentagshomepage interessante Tipps berichtet werden können.

Kategorien

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Green Award, Nachhaltige Veranstaltung